Zusatz

Challenge

Das Ziel dieses Workshops war es, vorgegebene Adjektive und Verben einzig und allein mittels eines Kreises, in den Farben schwarz-weiß darzustellen. Die Bedeutung des Begriffs sollte nur durch das Verhalten des Charakters vermittelt werden.

David Kaipf

Zu Beginn dieses Workshops habe ich mich erst einmal mit dem Programm After Effects auseinandersetzten müssen. Die einfache Übung eines hüpfenden Balls hat mir sehr dabei geholfen, die Grundlegenden Funktionen zu verstehen. Diese konnte ich dann auf weitere Anwendungen übertragen.

Daraufhin habe ich dann begonnen meine Begriffe (aufgeben, ausgeglichen, gleiten und panisch) genauer zu analysieren.

Ich stellte mir Fragen, wie: „Wo begegnen mir diese im Alltag?“, „Was verbinde ich mit ihnen?“ oder „Wie unterscheiden sie sich von ähnlichen?“.

Die Tatsache, dass sehr minimalistisch abstrahiert gearbeitet werden musste, erschwerte es zunächst, machte aber auch den Reiz an der Aufgabe aus. Die gesamte Produktion (von Überlegungen bis zum Endprodukt) fand in After Effects statt.

Es folgen nun die Ergebnisse in verschiedenen Varianten. Das Beste jeweils zum Schluss.

"aufgeben"

Zu diesem Verb kamen mir sofort Ideen, wie: „sich etwas erarbeiten und dann alles fallen lassen“ oder „die Karriereleiter aufsteigen und kurz vor dem Ziel aufgeben“. Das Feedback in der Vorlesung hat mir geholfen, das Aufgeben noch dramatischer zu inszenieren.

"ausgeglichen"

Bei diesem Wort hatte ich wahrscheinlich die größten Schwierigkeiten. Ich hatte Gedanken zu einem Pendel, welches sich einschwingt. Jedoch strahlte die Visualisierung davon alles andere als Ausgeglichenheit aus.

Bei der Besprechung hat sich herauskristallisiert, dass ein großer leicht schwingender Kreis eher einen ausgeglichenen Ausdruck repräsentiert.

"gleiten"

Hierbei musste ich sofort ans Schlittschuhlaufen denken. Der Kreis sollte sich ohne großen Wiederstand bewegen können.

Um den Kontrast noch deutlicher zu machen, habe ich eine kleine „Story“ eingebaut. Beispielweiße ein Anstoßen oder ein Hopsen bis zum Betreten der Eisfläche.

"panisch"

Mit diesem Begriff habe ich den Workshop begonnen, da er mir am leichtesten fiel. Je durchgedrehter und verrückter, desto besser, dachte ich mir.

Der Kreis ist sozusagen eingesperrt und wird dadurch ganz panisch bis zu einem Punkt, bei dem alle Sicherungen mit ihm durchgehen.

In der Vorlesung kam die Idee auf, eventuell noch mit einer Bewegungsunschärfe zu arbeiten, jedoch wurden mir das Verhalten dadurch fast zu weich, um der Eigenschaft des Wortes zu entsprechen.

Resümee

Zugegeben, ich konnte mit diesem Workshop zu Beginn nicht viel anfangen. „Was soll mir das bringen, ein Adjektiv oder Verb nur mit einem Kreis darzustellen?“ oder „In mein Portfolio kommt das sicher nicht“ waren beispielsweiße Gedanken, die mir durch den Kopf gingen.

Schlussendlich muss ich jedoch zugeben, dass man gelernt hat, was essenzielle reine Bewegungen aussagen können. Dazu ist es notwendig, sich auch nur auf diese zu konzentrieren und alle Faktoren wie z.B. Mimik oder Farbgebung wegzulassen.